Das Tourismusjahr 2025 verlief sehr erfolgreich und erreichte ein vergleichbares Ergebnis wie das Rekordjahr 2024. Einschließlich der Tagesgäste hielten durchschnittlich rund 325.000 Besucherinnen- und Besucher täglich in München auf.
Viele großen Messen wie BAU, Bauma, Intersolar, IAA Mobility oder Drinktec sowie das Oktoberfest sorgten für beachtliche Tourismusströme, auch ohne vergleichbare Großereignisse wie die UEFA Euro 2024 oder die Adele-Konzertreihe.
Insgesamt buchten sich in Münchens gewerblichen Beherbergungsbetrieben mit zehn und mehr Betten 9,3 Millionen Gäste ein (+0,3 Prozent). Sie generierten 19,7 Millionen Übernachtungen (-0,2 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer war 2025 mit 2,115 Tagen minimal kürzer als im Vorjahr mit 2,124 Tagen. Nach einer sehr guten ersten Jahreshälfte gingen die Übernachtungszahlen in den Sommermonaten erwartungsgemäß zurück. Das erfreuliche letzte Quartal endete mit einem hervorragenden Dezember.
In sechs Monaten wurden 2025 neue Übernachtungsrekorde erzielt (Januar, April, Mai, September, Oktober und Dezember).
Die Verteilung der Übernachtungen über die Monate war ausgewogen und zeigt, dass die Bemühungen um eine Entsaisonalisierung und Entzerrung der Tourismusströme greifen.
„Der Tourismus in unserer Stadt hat sich 2025 auf sehr hohem Niveau stabilisiert und nahezu die gleichen Ergebnisse wie das touristische Ausnahmejahr 2024 erreicht, und das auch ohne Fußballgroßereignis und ohne Konzertsommer. Die Übernachtungszahlen in den Sommermonaten waren erwartungsmäßig insgesamt etwas niedriger als 2024, dennoch wurden auch hier starke Monatsergebnisse erreicht. In jedem Monat des Jahres verzeichnete München mehr als eine Millionen Übernachtungen. Trotz der eindrucksvollen Gästezahlen in der Stadt ist die Tourismusakzeptanz in München hoch. Die überwiegende Zahl der Münchnerinnen und Münchner zeigt sich gegenüber dem Tourismus sehr aufgeschlossen und empfindet die Gäste aus aller Welt als Bereicherung. Dazu trägt die ausgewogene Verteilung der Gäste über das gesamte Jahr hinweg bei, ebenso wie unsere Viertelliebe-Kampagne. Sie entzerrt Tourismusströme, indem sie die Gäste in weniger bekannte, aber sehenswerten Viertel lenkt, die viele Gäste zunächst nicht im Blick haben.“
Der wichtigste Markt für München ist der Inlandsmarkt mit einem Übernachtungsanteil von 55,5 Prozent. Die Übernachtungen aus dem Inland lagen mit 10,9 Millionen über den Ergebnissen von 2024 (+ 0,8 Prozent).
Die internationalen Märkte haben in München einen Anteil von 44,5 Prozent. Damit erreicht München unter den deutschen Großstädten den Spitzenwert. Auch der Anteil der Überseemärkte an den Gesamtübernachtungen in München liegt mit 19 Prozent höher als in den anderen deutschen Großstädten.
Aus dem Ausland wurden insgesamt 8,8 Millionen Übernachtungen verzeichnet (-1,4 Prozent). Dabei haben sich die Märkte sehr unterschiedlich entwickelt.
Die USA sind mit Abstand Münchens bedeutendster internationaler Quellmarkt. 2025 war das zweitstärkste Jahr seit Beginn der Auszeichnungen nach 2024. Der Markt blieb auf hohem Niveau stabil. Die Rückgänge sind vor allem auf die fehlenden Gäste des Konzertsommers 2024 zurückzuführen.
Auch der Überseemarkt China zeigte erneut Wachstum. Neben den Geschäftsreisenden kamen auch wieder zunehmend Freizeitreisende nach München.
Sowohl aus Indien als auch aus Japan wurden Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich registriert. Die Übernachtungszahlen aus den Arabischen Goldstaaten verzeichneten eine deutliche Erholung.
Bei den westeuropäischen Märkten wiesen Großbritannien, die Niederlande und Skandinavien deutliche Rückgänge auf, da 2025 die Fußball- und Adele-Fans fehlten.
Italien hingegen zeigte 2025 ein beeindruckendes Comeback. 2024 waren die Preise in den klassischen Besuchsmonaten der Gäste aus Italien auf Grund der Großveranstaltungen höher als üblich. Deshalb verschoben viele ihren München-Besuch auf das Folgejahr.
Die osteuropäischen Märkte wie Polen, Rumänien und Kroatien entwickelten sich sehr positiv.
Einen besonders starken Zuwachs verzeichnete die Türkei, ein Trend, der sich auch in anderen deutschen Metropolen zeigte. Dabei handelte es sich häufig um Shopping-Gäste, die aufgrund der hohen Inflationsrate in der Türkei weniger im eigenen Land konsumieren können. Dies bestätigen auch die Daten von Global Blue.
| 1. | USA | 1.417.165 | - 5,0 Prozent |
| 2. | Italien | 658.590 | + 12,3 Prozent |
| 3. | Großbritannien | 528.805 | - 19,3 Prozent |
| 4. | Österreich | 510.493 | - 5,4 Prozent |
| 5. | Schweiz | 445.662 | - 7,4 Prozent |
| 6. | Arabische Golfstaaten | 361.210 | + 4,1 Prozent |
| 7. | China | 331.240 | + 13,5 Prozent |
| 8. | Spanien | 320.109 | + 1,9 Prozent |
| 9. | Skandinavien | 319.552 | - 13,5 Prozent |
| 10. | Südostasien | 313.327 | - 1,5 Prozent |
Insgesamt standen Ende 2025 in München 99.584 Betten (+1,7 Prozent) in 480 offiziellen Beherbergungsbetrieben zur Verfügung (2024: 98.000 Betten in 469 Betrieben). Die durchschnittliche Zimmerauslastung lag bei 71,5 Prozent (+ 2,4 Prozent, 2024: 70 Prozent Auslastung). Die durchschnittlichen Zimmererlöse betrugen 102,84 Euro (+ 5,3 Prozent, 2024: 98 Euro).
Laut der aktuellen Studie des dwif - Deutsches Wirtschaftswissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr e. V. - zum Wirtschaftsfaktor Tourismus konnte München 2024 rund 20 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Betrieben sowie 8 Millionen Übernachtungen in privaten Unterkünften oder bei Freunden, Verwandten und Bekannten verzeichnen. Dazu kamen rund 90 Millionen Tagesgäste. Somit hielten sich im täglich etwa 325.000 Touristinnen und Touristen in München auf, das macht insgesamt 118 Millionen Aufenthaltstage.
Im Durchschnitt gab jeder Gast 74,20 Euro aus. Daraus resultierte ein touristisch bedingter Gesamtumsatz von 8,8 Milliarden Euro. Der Tourismus ist eine klassische Querschnittsbranche: Vom Gastgewerbe und Einzelhandel über Dienstleistungsbetriebe bis hin zu regionalen Produzenten und Handwerksunternehmen partizipieren nahezu alle Wirtschaftsbereiche.
Die direkten Profiteure sind vor allem das Gastgewerbe mit 4,2 Milliarden Euro, der Einzelhandel: mit 2,8 Milliarden Euro und der Dienstleistungssektor mit 1,8 Milliarden Euro.
Der direkte Steuereffekt für Münchens kommunalen Haushalt aus den touristischen Leistungen beläuft sich auf jährlich rund 153 Millionen Euro.
Auch 2026 dürfte wieder ein erfolgreiches Jahr werden. Ein Blick auf die prognostizierte Zimmerauslastung zeigt, dass bis zum August ein vergleichbarer Verlauf wie 2025 erwartet wird. Für die vier letzten Monate des Jahres kann mit einer Steigerung gerechnet werden. Im Veranstaltungskalender reihen sich hochkarätiger Konzerte, Messen und Sportveranstaltungen, die starke Anziehungskraft entwickeln werden.
Dr. Christian Scharpf: „Mit den hohen Qualitätsstandards, den vielfältigen Angeboten und dem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis spielt München in der Champions League der Reisedestinationen ganz vorne mit. Viele Menschen haben Lust auf Städtereisen – und München beweist internationale Strahlkraft. Um die erfolgreiche Entwicklung der Tourismusdestination München zu gewährleisten, arbeitet wir im „Münchner Modell“ eng mit der Tourismuswirtschaft zusammen. Gemeinsam verantworten wir die Strategien für die touristische Vermarktung der Stadt, ohne die Belange der Bürgerinnen und Bürger aus den Augen zu verlieren. München Tourismus als Destination-Management-Organisation (DMO) der Landeshauptstadt München setzt sich auch innerhalb der Stadtentwicklung für die Belange des Tourismus ein. Gäste in der Stadt sorgen nicht nur für Einnahmen in touristischen Betrieben und bei Dienstleistern. Sie bewirken auch, dass dank der Steuereinnahmen, die durch ihren Konsum generiert werden, Angebote beispielsweise in Gastronomie und Freizeit für die Münchnerinnen und München erhalten und ausgebaut werden können. Tourismus ist also nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sondern trägt zugleich zur Lebensqualität der Einheimischen bei. Aber auch umgekehrt gilt: Ein Plus an Lebensqualität in der Stadt bedeutet auch eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Münchens als Tourismusdestination. Dabei ist jedoch klar: Die Stadt muss authentisch bleiben, um ihre positive Außenwirkung zu bewahren und um ihr Profil weiter zu schärfen. Unsere Partner und wir werden uns auch 2026 im engen Schulterschluss für die Destination München und ihr Angebot einsetzen.“
Druckfähige Fotos für die touristische Berichterstattung über München stehen unter www.einfach-muenchen.de/fotoservice zum Download bereit.
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